Französische Sommerküche mit viel Gemüse: Ratatouille ist ein aromatisches Schmorgericht aus Aubergine, Zucchini, Paprika und reifen Tomaten. Knoblauch, Olivenöl und mediterrane Kräuter geben dem Gemüse seinen kräftigen Geschmack. Ob warm oder lauwarm – das französische Rezept passt als vegetarische Hauptspeise und als vielseitige Beilage.
Ratatouille – französisches Gemüsegericht einfach gemacht
Zutaten:
- 1 Aubergine
- 2 kleine Zucchini
- 1 rote Paprikaschote
- 1 gelbe Paprikaschote
- 500 Gramm reife Tomaten
- 1 große Zwiebel
- 3 Knoblauchzehen
- 5 EL Olivenöl
- 1 EL Tomatenmark
- 1 TL getrocknete Kräuter der Provence
- 2 Zweige frischer Thymian
- 1 Lorbeerblatt
- 1 TL Zucker
- Salz
- schwarzer Pfeffer
- ½ Bund frisches Basilikum
Zubereitung:
🍆 Aubergine vorbereiten
- Die Aubergine waschen, den Stielansatz entfernen und das Fruchtfleisch in etwa 2 Zentimeter große Würfel schneiden. Die Auberginenwürfel leicht salzen und etwa 10 Minuten stehen lassen. Anschließend mit Küchenpapier trocken tupfen.
🥒 Zucchini schneiden
- Die Zucchini waschen, die Enden entfernen und ebenfalls in mundgerechte Würfel schneiden. Sehr dicke Zucchini vorher längs halbieren oder vierteln.
🫑 Paprika vorbereiten
- Die Paprikaschoten waschen, halbieren und von Kernen sowie weißen Trennhäuten befreien. Das Fruchtfleisch anschließend in etwa gleich große Stücke schneiden.
🍅 Tomaten häuten und würfeln
- Die Tomaten auf der Unterseite kreuzweise einritzen und etwa 30 Sekunden mit kochendem Wasser übergießen. Danach kalt abschrecken, die Haut abziehen und das Fruchtfleisch grob würfeln. Dabei den austretenden Saft auffangen.
🧅 Zwiebel und Knoblauch schneiden
- Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Den Knoblauch ebenfalls schälen und fein hacken oder in dünne Scheiben schneiden.
🔥 Aubergine anbraten
- Zwei Esslöffel Olivenöl in einer großen, tiefen Pfanne oder einem Schmortopf erhitzen. Die Auberginenwürfel darin bei mittlerer bis hoher Hitze etwa 5 bis 6 Minuten rundherum anbraten. Danach aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen.
🥒 Zucchini und Paprika braten
- Einen weiteren Esslöffel Olivenöl in die Pfanne geben. Zucchini und Paprika darin etwa 5 Minuten anbraten. Das Gemüse soll leichte Röstaromen bekommen, aber noch nicht vollständig weich sein. Anschließend ebenfalls aus der Pfanne nehmen.
🧄 Zwiebeln und Knoblauch anschwitzen
- Das restliche Olivenöl in die Pfanne geben. Die Zwiebelwürfel darin bei mittlerer Hitze etwa 3 Minuten glasig dünsten. Den Knoblauch hinzufügen und kurz mitbraten.
🍅 Tomatensoße ansetzen
- Das Tomatenmark unterrühren und etwa 1 Minute anrösten. Die gewürfelten Tomaten samt Saft, Kräuter der Provence, Thymian, Lorbeerblatt und Zucker dazugeben. Alles mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen.
🥘 Ratatouille schmoren
- Aubergine, Zucchini und Paprika zurück in die Pfanne geben und vorsichtig unterheben. Das Ratatouille ohne Deckel bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 15 bis 20 Minuten schmoren. Zwischendurch behutsam umrühren, damit die Gemüsestücke nicht zerfallen.
🌿 Abschmecken und servieren
- Das Lorbeerblatt und die Thymianzweige entfernen. Das Ratatouille noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Basilikum grob zupfen und kurz vor dem Servieren darübergeben.
Nährwerte - (für 1 Person - Irrtum vorbehalten)
Tipps & FAQ:
💡 Küchentipp & Zubereitungstrick
Die Gemüsesorten nacheinander anbraten: Aubergine, Zucchini und Paprika benötigen unterschiedliche Garzeiten. Werden sie sofort gemeinsam geschmort, wird ein Teil schnell weich, während anderes Gemüse noch fest ist. Durch das getrennte Anbraten behalten die Stücke ihre Form und entwickeln mehr Röstaromen. Das Ratatouille ohne Deckel schmoren: Aubergine, Zucchini und Tomaten geben viel Flüssigkeit ab. Ohne Deckel kann überschüssiger Wasserdampf entweichen und die Soße wird aromatischer. Trotzdem nicht zu lange kochen, damit aus den Gemüsestücken kein Brei wird.✨ Warum dieses Rezept besonders ist
Ratatouille bringt gleich mehrere sommerliche Gemüsesorten in einem Gericht zusammen. Aubergine, Zucchini, Paprika und Tomaten entwickeln beim Anbraten und Schmoren ein kräftiges mediterranes Aroma, während Knoblauch und Kräuter der Provence für den typisch französischen Geschmack sorgen. Das Gemüsegericht ist außerdem vielseitig: Es schmeckt frisch aus der Pfanne, lauwarm oder sogar am nächsten Tag. Ratatouille kann als leichte vegetarische Hauptspeise, als Beilage zu Fleisch und Fisch oder zusammen mit Brot, Reis und Kartoffeln serviert werden.❓ FAQ:
❓ Was gehört in ein klassisches Ratatouille?
Typische Zutaten sind Aubergine, Zucchini, Paprika, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Olivenöl. Gewürzt wird meist mit Thymian, Lorbeer, Basilikum oder Kräutern der Provence.❓ Muss die Aubergine vorher gesalzen werden?
Bei modernen Auberginensorten ist das Salzen nicht zwingend nötig, da sie meist kaum Bitterstoffe enthalten. Es entzieht dem Fruchtfleisch jedoch etwas Wasser und kann dabei helfen, dass die Würfel beim Braten schneller Farbe bekommen.❓ Kann ich Ratatouille im Backofen zubereiten?
Ja, das vorbereitete und angebratene Gemüse kann in einer Auflaufform bei etwa 180 °C Ober-/Unterhitze fertig geschmort werden. Die klassische Variante mit Gemüsestücken wird jedoch häufig in einer Pfanne oder einem Schmortopf zubereitet.❓ Wie lange ist Ratatouille haltbar?
Gut abgedeckt hält sich Ratatouille etwa 2 bis 3 Tage im Kühlschrank. Beim Aufwärmen nur langsam erhitzen und vorsichtig umrühren, damit die Gemüsestücke nicht zerfallen.❓ Kann ich Ratatouille einfrieren?
Ja, das Gemüsegericht kann portionsweise eingefroren werden. Nach dem Auftauen ist das Gemüse meist etwas weicher, geschmacklich bleibt das Ratatouille aber gut erhalten.❓ Schmeckt Ratatouille auch kalt?
Ratatouille schmeckt besonders gut warm oder lauwarm. Es kann aber auch gekühlt als Teil einer sommerlichen Vorspeisenplatte oder zusammen mit frischem Brot serviert werden.❓ Was ist der Unterschied zwischen Ratatouille und Confit byaldi?
Beim klassischen Ratatouille wird das Gemüse meist in Würfel oder Stücke geschnitten und geschmort. Für Confit byaldi werden dünne Gemüsescheiben dekorativ geschichtet und langsam im Ofen gegart.Was passt zu Ratatouille?
Frisches Baguette oder Ciabatta nimmt die aromatische Tomatensoße besonders gut auf. Damit wird das Gemüsegericht ohne viel zusätzlichen Aufwand zu einer leichten Mahlzeit.
Reis, Couscous oder Polenta machen das Ratatouille etwas sättigender. Diese Beilagen schmecken mild und lassen dem geschmorten Gemüse geschmacklich den Vortritt.
Gegrilltes Fleisch und Fisch passen ebenfalls hervorragend dazu. Ratatouille ergänzt Hähnchen, Lamm, Steak oder gebratenen Fisch mit einer mediterranen Gemüsebeilage.
Ratatouille vorbereiten und aufbewahren
Am Vortag zubereiten: Nach einigen Stunden ziehen die Aromen von Gemüse, Knoblauch und Kräutern besonders gut durch. Deshalb eignet sich Ratatouille hervorragend zur Vorbereitung.
Langsam wieder erwärmen: Das Gemüse am besten bei niedriger bis mittlerer Hitze erhitzen. Dabei nur vorsichtig umrühren, damit Aubergine und Zucchini ihre Form behalten.
Lauwarm servieren: Im Sommer muss das Gericht nicht heiß auf den Tisch kommen. Nach etwa 15 bis 20 Minuten Abkühlzeit schmeckt Ratatouille besonders aromatisch und angenehm leicht.
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