Der Stremel Lachs hat sich etabliert

Stremel Lachs

Der Lachs ist des Deutschen liebster Fisch. Was macht ihn so besonders, was zeichnet ihn aus? Und welchen Anteil hat der Stremel Lachs daran? Diese Fragen wollen wir nachfolgend beantworten.

Inhaltsverzeichnis:

Stremel Lachs ist eine tolle Fisch-Spezialität

Würzig im Aroma und fest in der Konsistenz, zudem in typische Streifen geschnitten: Das ist Stremel Lachs. Im Gegensatz zu normalem Räucherlachs wird er heiß geräuchert. Dabei entsteht ein ganz eigener Geschmack, der ihn zu einer beliebten Fisch-Spezialität werden ließ. Ob einfaches Schwarzbrot oder raffinierte Pasta: Dieser Lachs passt zu vielen Gerichten.

Was genau ist Stremel Lachs?

Stremel Lachs ist eine Räucherlachs-Spezialität. Das Besondere daran: Im Gegensatz zu normalem Räucherfisch wird er heiß geräuchert. Seinen Namen hat der würzige Fisch allerdings von etwas anderem. Im Norddeutschen heißt „Stremel“ oder auch „Striemel“: Streifen. Bei dieser Art von Lachs wird das Filet also nicht in Scheiben, sondern in Streifen geschnitten.

Die Herstellung von Stremel Lachs umfasst somit mehrere Schritte: Der Fisch wird zunächst filetiert und gesalzen. Anschließend schneidet man ihn in Streifen. Das abschließende Räuchern erfolgt bei mindestens 70 Grad Celsius. Gewürze wie Pfeffer oder Chili können hinzugefügt werden, sie verfeinern das Ergebnis. Stremel Lachs bleibt verhältnismäßig kurz im Ofen, zwischen 30 und 90 Minuten. Dennoch schmeckt man die Sonderbehandlung deutlich heraus. Das liegt am Mix aus Räuchern und Garen: 

Weil der Fisch auch innen auf mehr als 60 Grad erwärmt wird, ist seine Konsistenz ziemlich fest. Sie erinnert eher an gedünsteten Fisch. Typisch ist zudem ein intensiver Geschmack nach Rauch. 

Die neueste Kreation im Räuchern ist fast eine Geschmacksexplosion. Das Räuchern mit Tee!. Ein frischer Lachs zum Stremel Lachs gemacht und mit Oolong Tee geräuchert ist fantastisch. Und das Räuchern kann man selbst vornehmen.

Geschichte und Herkunft

Heute stammen die Fische für diesen Lachs oft aus Aquakulturen. Gängiges Herkunftsland ist Norwegen, es kommt allerdings auf die Zulieferer einer Manufaktur an. Geräuchert wird oft erst hier in Deutschland. Die Fischart ist häufig Atlantischer Lachs (Salmo salar). Bis zur Industrialisierung fing man die Fische natürlich noch selbst.

Noch im neunzehnten Jahrhundert waren Europas Flüsse voller Lachs. Es gab unzählige regionale Spezialitäten – eine davon war der Stremel Lachs. Die Gegend um das alte Königsberg im heutigen Polen war berühmt dafür, dass in Streifen geschnittener Lachs auf den Straßen verkauft wurde. Dies findet sogar Erwähnung in der Oeconomischen Encyclopädie von Johann Georg Krünitz. Damals war Lachs nicht nur Delikatesse, sondern eine willkommene Ergänzung auf dem Speisezettel kleiner Leute. Kein Wunder, denn er ist sehr nahrhaft, wenn auch etwas fett.

Stremel Lachs

Wie gesund ist der Stremel Lachs?

Lachs enthält im Durchschnitt mehr als 13 % Fett. Damit zählt Lachs zu den fettreicheren Fischen. Doch nicht jedes Fett ist schlecht: Sind es wie bei Stremel Lachs viele einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, sollte er sogar häufig gegessen werden. Wertvolle Omega-3-Fettsäuren nehmen Einfluss auf die Blutfettwerte eines Menschen. Außerdem beeinflussen sie die Herzfunktion positiv.

Weiterhin finden sich im Stremel Lachs viele Vitamine. Beispielsweise ist er eine sehr gute Quelle für Vitamin D, besser bekannt als Sonnenvitamin. Wir bilden es im Körper jedoch nicht nur durch Sonneneinwirkung. Vielmehr können wir einen Teil mit der Nahrung aufnehmen. Das sollten wir auch tun, denn Vitamin D reguliert unter anderem den Calciumgehalt im Körper. Weiterhin finden wir im Lachs Vitamin B6, Folsäure und Kalium sowie Niacin. Vitamin B6 und Niacin sind wichtig für einen gut funktionierenden Energiehaushalt. Folsäure kann das Immunsystem unterstützen, während Kalium den Blutdruck auf einem normalen Niveau hält.

Kann man ihn auch roh essen?

Gekaufter Stremel Lachs kann so genossen werden, wie er geliefert wird. Denn durch die Herstellung ist der Fisch bereits verzehrfertig. Roh ist er eigentlich nicht mehr, jedenfalls nicht im strengen Sinne des Wortes. Dennoch sollte er rasch verbraucht werden. Wichtig dafür ist bei eingeschweißtem Fisch das Verfallsdatum. Im Gegensatz zum Mindesthaltbarkeitsdatum darf es nicht überschritten werden, auch nicht nur kurz. Der Grund: Fisch ist sehr eiweißreich und verdirbt deshalb leicht. Das Heißräuchern macht ihn für eine gewisse Zeit haltbar, jedoch weniger lange als kalt geräucherten Fisch. Verzehren sollte man ihn deshalb innerhalb weniger Tage.

Aus diesem Grund gehört Stremel Lachs nach dem Einkauf sofort in den Kühlschrank. Die Kühlkette sollte auch stets eingehalten werden. Soll er verzehrt werden, darf es wiederum nicht zu kalt sein: Eiskalter Räucherfisch schmeckt einfach nicht. Um das würzige Aroma voll auszukosten, lohnt sich sogar ein kurzes Erwärmen im Backofen. Ausreichend ist bereits eine Viertelstunde bei einer Temperatur von 60 Grad. Maximal sollte dieser Prozess aber nur 20 Minuten betragen: Wer den Fisch zu lange oder zu heiß erwärmt, riskiert, dass Stremel Lachs zu sehr austrocknet.

Rezept

Stremellachs mit Spaghetti

Ein sehr leckeres, schnelles Stremellachs Rezept
Hier geht es zum Rezept
Stremellachs mit Spaghetti

Wie schmeckt dieser Lachs am besten?

Wer Stremel Lachs erst einmal probiert hat, wird den typischen Rauchgeschmack zu schätzen wissen. Weil er sich an Vieles anpasst, kennt die Vielfalt der Zubereitungen praktisch keine Grenzen: warm oder kalt, zu Salaten, zur Ofenkartoffel oder ganz schlicht auf ein Brot. Dabei lässt man die Stremel Lachs Streifen so, wie sie sind. Man kann den Fisch aber auch in Würfel schneiden. Dann eignet er sich etwa als Einlage für Cremesuppen oder raffinierte Pasta Saucen. Serviert mit etwas Sauerrahm, lässt Stremel Lachs sich gut kombinieren mit Reibekuchen oder Rösti. Klassiker sind aber auch hier Pellkartoffeln!

Wie macht man Stremel Lachs selber?

Prinzipiell ist Heißräuchern ebenso leicht wie Kalträuchern. Man benötigt dazu aber einen Räucherofen. Wichtig sind zudem die exakte Zeit und die richtige Temperatur, damit der Fisch nicht austrocknet.

So geht’s: Zunächst wird der Lachs filetiert, dann für vier bis fünf Stunden gesalzen. Dies kann mithilfe von Salzlake geschehen. Anschließend tupft man den Fisch trocken. Nun ist er vorbereitet für das Heißräuchern. Im Ofen stellt man dabei die Temperatur zunächst auf Volllast ein. Nach 15 Minuten regelt man sie herunter auf 80 Grad Celsius. Insgesamt räuchert der Fisch dann doppelt so lange, also 30 Minuten.

Diese Probleme können auftreten: Ofenabhängig muss die Temperatur früher oder später herab geregelt werden. Wichtig ist das Erhitzen auch im Innern des Fisches. Reicht die Temperatur dafür nicht aus, misslingt das Heißräuchern. Insgesamt sollte der Fisch wirklich nur 30 Minuten geräuchert werden. Nicht verunsichern lassen, wenn die Temperatur anfangs sehr hochgeht: Das muss so sein, damit der Fisch auch innen gart. Doch jeder Ofen ist ein bisschen anders – Abweichungen von den hier genannten Werten sind möglich! Sie werden mit der Zeit und wachsender Erfahrung korrigiert.

Kann man diesen Lachs einfrieren?

Dies ist möglich, jedoch nicht immer empfehlenswert. Stremel Lachs lässt sich vor allem dann einfrieren, wenn er frisch gefangen und anschließend gleich geräuchert wurde. Das liegt daran, dass Lachs generell nicht zweimal eingefroren werden sollte. Bei Fangfischen, die einen weiten Weg vor sich haben, gibt es also ein Problem: Häufig wurden sie bereits einmal eingefroren, um ihren Transport überhaupt erst zu ermöglichen.

Wenn das nicht der Fall war, lässt sich eingeschweißter Räucherlachs sehr gut einfrieren. Vor allem dann, wenn die Verpackung noch intakt ist und der Fisch noch nicht angeschnitten wurde. Später lässt er sich auf jeden Fall gut für warme Gerichte weiterverarbeiten.

Lachs in der Schwangerschaft

Generell sollte kein Räucherlachs in der Schwangerschaft verzehrt werden. Denn darin könnten sich Listerien befinden, die dem ungeborenen Kind schaden. Zwar wurde Stremel Lachs stets hitzebehandelt. Doch wie bereits erwähnt, steigt die Temperatur im Innern des Lachses manchmal nur auf 60 Grad an. Das reicht nicht, um die Listerien abzutöten: Sicher ist ausschließlich ein Erhitzen auf mindestens 70 Grad in allen Teilen des Fisches. Schwangere Personen sollten daher kein Risiko eingehen und in der Schwangerschaft auf Stremel Lachs verzichten.

Fazit:

Wer Räucherfisch mag, könnte Stremel Lachs lieben: Sein würziges Rauch-Aroma und seine festere Konsistenz machen ihn unverwechselbar. Das liegt an der Herstellung, denn dieser Fisch wird heiß geräuchert. Eigentlich ist es also ein Mix aus Räuchern und Garen, das sogar selbst daheim angewandt werden kann. Voraussetzung ist lediglich der Fisch selbst und ein guter Räucherofen. Leider hält sich Stremel Lachs nicht so lange wie normaler Räucherlachs. Er sollte darum immer rasch verzehrt werden. Die vielen Vitamine und ungesättigten Fettsäuren tun ihr Übriges, Stremel Lachs zu einem beliebten Speisefisch zu machen.

Quelle: Genuss-Suche.de

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