Die beliebtesten Biersorten der Deutschen

Biersorten

Das Bier ist des Deutschen liebstes alkoholisches Getränk. Biersorten gibt es genug. Die Nachfrage ist außerordentlich groß. In den 1.350 Brauereien, die in Deutschland ansässig sind, werden über 5.000 Biere gebraut. Das bedeutet auch 100 verschiedenen Stile und Biersorten.  Hier möchten wir uns aber nun den beliebtesten dieser Biere widmen.

Inhaltsverzeichnis:

Vorher bleibt jedoch zu klären, was Biersorten ausmacht. Wichtige Schlagworte sind hier die ober- sowie die untergärigen Biere. Aber auch Begriffe wie Vollmundigkeit und Stammwürze werden hier häufiger fallen.

Obergärige Biersorten

Ob ein Bier obergärig oder untergärig ist, kommt indes darauf an, welche Sorte Hefe dafür zum Gären verwendet wurde. Eine obergärige Hefe schwimmt beim Gären auf der Oberfläche. Aufgrund einer höheren Gärtemperatur von immerhin bis zu 25 Grad Celsius kann die obergärige Hefe besonders gut arbeiten. Das bedeutet also, dass der Zucker in Alkohol umgewandelt wird. Bei dem obergärigen Brauen handelt es sich, ohne wenn und aber, um eine alte Traditionsarbeit. Besonders beliebte obergärige Biere sind dabei Kölsch, Alt, Weizen und Glose.

Untergärige Biersorten

Beim Brauen untergäriger Biersorten wird dagegen eine untergärige Hefe verwendet. Diese sinkt dabei während des Brauvorgangs nach unten. Die niedrige Brautemperatur von gerade mal nur 5 bis 15 Grad Celsius erschwerte das ganzjährige Brauen früher enorm.

Richtig populär wurde diese Art von Bier allerdings erst, als 1876 die erste Kältemaschine erfunden wurde. Nun war es nämlich das ganze Jahr über möglich, Bier bei sehr niedrigen Temperaturen zu produzieren.

Ein weiterer Durchbruch gelang dem Forscher Christian Hansen im Jahr 1883. Ihm gelang es erstmalig, einzelne Hefen zu isolieren. So war es möglich, die obergärigen Hefen, die bei der kalten Braukunst eher störend waren, während des Brauvorganges zu entfernen.

Des Weiteren konnte nun auch der Geschmack beeinflusst werden. Hierbei wurde die Würze nur eines einzigen Hefestammes zugeführt. Die Reinheit der untergärigen Biere wurde somit seitdem ständig gesteigert.

Zu den beliebtesten untergärigen Biersorten gehören Pils und andere helle Biere. Zunehmend gehören aber auch die inzwischen sehr beliebten Schwarzbiere dazu.

Vollmundigkeit und Stammwürze

Vollmundigkeit bedeutet, dass ein Bier besonders voll im Geschmack ist. Das hängt zudem ganz entscheidend von der Stammwürze ab. Stammwürze ist der Anteil an Malzzucker, der vor der Gärung aus dem Malz schließlich im Wasser gelöst wird. Stark vereinfacht kann man deshalb sagen, dass die Würze, durch alkoholische Gärung dabei mittels Hefe zu Bier wird.

Liegt die Stammwürze zudem unter 12,5%, spricht man von einem Lagerbier oder einem untergärigen Bier. Liegt die Stammwürze dagegen darüber, spricht man von einem obergärigen Bier. Im Englischen spricht man dagegen auch von einem Ale. Außerdem bezeichnet man ab einer Stammwürze von 16% ein Bier als Starkbier.

Welche Bier-Arten gibt es?

Im Folgenden haben wir die interessantesten und sosehr beliebten deutschen Biersorten aufgelistet:

Biersorten

Altbier

Das Altbier ist ein uraltes Traditionsbier, das bereits im 13. Jahrhundert auf altherkömmliche Art gebraut wurde. Sein Zuhause liegt in der Region zwischen Sachsen-Anhalt und Westfalen. Es handelt sich um ein obergäriges Bier mit 4 bis 5 % Alkoholanteil. Seine dunkle Farbe erhält das Bier indes durch eine lange Röstungszeit. Dieses Bier erfreut sich besonders in Düsseldorf und Umgebung größter Beliebtheit Sein jedoch größter Konkurrent ist, regional bedingt, das Kölsch.

Berliner Weisse

Das Berliner Weisse Bier ist ein obergäriges Schankbier mit säuerlichem Geschmack. Diesen erhält er durch die Gärung mit Hefe und auch Milchsäurebakterien. Wie der Name bereits verrät, kommt dieses Bier aus der Berliner Gegend. Gerne wird das Berliner Weisse auch mit Kümmelschnaps (Berliner Weisse mit Strippe) oder auch mit Himbeersirup gemischt. Der Alkoholgehalt liegt bei 3 bis 5 %. Bereits Napoleon bezeichnete diesen Bier schon als den „Champagner des Nordens„.

Bockbier

Das Bockbier stammte ursprünglich aus der Hansestadt Einbeck. Traditionsgemäß weist es eine recht dunkle Färbung auf. Es gehört aufgrund der hohen Stammwürze und einem Alkoholgehalt von 6 bis 7% zudem zu den Starkbieren. Gerne wird „Bockbier“ als Sammelbegriff für das Starkbier verwendet. Saison hat das Bock seit längerem von September bis Mai. Ganz besonders bekannt ist daher auch das Bier zu Weihnachten, also das Weihnachtsbock. Aber auch andere Bocksorten konnten sich inzwischen einen Namen machen. Die besonders pfiffige Variante ist das Eisbock. Durch das Einfrieren wird dem Bier das ganze Wasser entzogen, wodurch der Alkoholanteil deutlich steigt.

Export

Sehr bekannt sind auch Export Biere. Das sind untergärige Sorten, wie Pils, Weizen und Alt, die weit über ihre Stadtgrenzen hinaus exportiert wurden. Am Lieferort werden sie oftmals mit Wasser gestreckt, was sie daher besonders lange haltbar macht. Ein Export kann aufgrund der verschiedenen Biersorten zudem jede Farbe aufweisen.

Gose

Das Gose wurde ursprünglich mit mineralhaltigem Wasser aus dem Fluss Gose gebraut. Mit den Jahren hat sich aber zunehmend die Wasserqualität verändert. Deshalb werden heutzutage Salz und Koriander künstlich zugeführt. Die Brauorte liegen seit jeher verteilt in Niedersachsen, Sachsen und Thüringen. Es ist ein helles Bier mit einem Alkoholgehalt von 4 bis 5 %, das dem Berliner Weisse ähnelt. So wird es auch gerne mir Kümmellikör oder auch Johannisbeersaft getrunken. Der Grund hierfür liegt darin, das es ohnehin einen stark hefigen, säuerlichen Geschmack hat. Das Glose weist zudem eine besonders lange Tradition auf. Bereits Kaiser Otto III, der 980 nach Christus geboren wurde, trank schließlich schon dieses besondere Bier. Ganz aktuell soll es demnächst ein Gose Bier mit Salz (Meersalz) geben. Salzig saures Bier wurde fast 1.000 Jahre lang in Deutschland gebraut und soll nun eine Renaissance erleben.

Kölsch

Das Kölsch ist ein Sauerbier mit 4 bis 5 Prozent Alkoholgehalt. Der Name ist seit langem rechtlich geschützt. Er darf außerdem nur für Biere verwendet werden, sofern sie innerhalb der Stadt Köln gebraut werden. Traditionell wird es dazu aus dem zylinderförmigen Kölsch Glas getrunken. Ein typisches Bild ist deshalb der Zylinder, gefüllt mit klargelbem Bier und einer weißen Schaumkrone. Das obergärige Bier, das zudem nur eine geringe Menge an Kohlensäure beinhaltet, ist die direkte Konkurrenz zum Düsseldorfer Altbier. Dies liegt sicherlich auch an der Geschichte beider Städte.

Märzen

Dieses Bier ist auch als typisches Sommerbier bekannt und ist deshalb ein beliebtes Bier zu Festen. Es wurde aufgrund der Brandgefahr nur im Frühjahr gebraut. Es wurde allerdings nur im Sommer verzehrt, denn zwischen dem 23. April und dem 29. September war das Brauen verboten. Aufgrund der hohen Stammwürze ist deshalb auch hier der Alkoholanteil recht hoch. Das Bier wird hauptsächlich in Bayern und Österreich getrunken.

Lager

Lagerbiere haben eine niedrige Stammwürze von unter 12,5% und wurden früher oft über längere Zeiträume im Keller gelagert. Heutzutage bezeichnet man dagegen jedes Bier mit einer niedrigen Stammwürze als Lager, vorausgesetzt es handelt sich nicht um ein Pils.

Pils

Achtung, hier ist etwas wichtiges zu unterscheiden: Ein „Pilsner“ bezeichnet die Biersorte. Ein „Pilsner Urquell“ bezeichnet dagegen seine Herkunft aus der tschechischen Stadt Pilsen. Das deutsche Pils wird nach Vorbild des tschechischen Vorläufers gebraut. Mit großem Abstand ist es das beliebteste deutsche Bier. Es wird daher am Häufigsten gebraut und am Häufigsten getrunken. Bei diesem Bier handelt es sich um ein untergäriges Vollbier. Vollbier kann schnell und günstig hergestellt werden kann. Besonders einprägsam sind starke Hefenoten sowie die doch klare, helle Färbung.

Rauchbier

Das Rauchbier besticht durch seinen rauchigen Geschmack, da er etwas an Rauchschinken erinnert. Das Malz wird auf einer Darre mit Buchenholz geräuchert. Das untergärige Vollbier kommt aus der Region Bamberg. Es überzeugt immerhin durch seinen kräftigen und hopfenbitteren Geschmack. Die Färbung indes ist dunkelbraun bis hellbraun mit einigen rötlichen Akzenten.

Schwarzbier

Hier wird ein besonders dunkles Malz verwendet, sodass die Farbe des fertigen Bieres tiefschwarz ist. Es ist ein vollmundiges, untergäriges Bier mit hopfenbitterem Geschmack und wird hauptsächlich in Sachsen, Thüringen und  Brandenburg gebraut.

Weizen

Dieses so typisch bayrische Traditionsbier ist die wohl weitaus bekannteste Biersorte der Süddeutschen. Dieses Bier, das auch Weißbier genannt wird, hat eine fruchtig-würzige Note. Es gehört zu den obergärigen vollmundigen Bieren. Weil viel Weizenmalz verwendet wird, ist die Färbung zudem entweder hell-trüb (Hefeweizen) oder hell-klar (Kristallweizen)

Zwickel

Dieses Bier ist eine kleine Besonderheit. Da hierbei die Kaltlagerung entfällt, wird es direkt nach der Nachgärung verzehrt. Es wird außerdem vorher nicht mehr gefiltert und enthält noch alle natürlichen Schwebstoffe. Dadurch ist es sehr gehaltvoll und auch lange haltbar.

Beliebte Sorten

Welche Sorte in der jeweiligen Region am Beliebtesten ist, hängt indes tatsächlich stark von den in der weiteren Umgebung ansässigen Brauereien ab. Generell sind insofern regionale Produkte in den meisten Bundesländern tatsächlich am Populärsten.

Deutschlandweit gesehen, ist das beliebteste Bier der Deutschen laut einer Umfrage mit 37% das Bier Pilsener Art. Weit dahinter liegt mit 10% das Weizen.

Quelle: Genuss-Suche.de

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