Rosmarinöl

Rosmarinöl

Rosmarin kennen wir zu allererst natürlich als Gewürzkraut. Diverse Verwendungen von Rosmarinzweigen zu verschiedenen Gerichten sind gut bekannt. Als ein sehr gesundes und vielseitiges Öl ist Rosmarinöl eher unbekannt.

Inhaltsverzeichnis:

Denken wir an Speiseöle in der Küche, dann fallen uns natürlich die Klassiker sofort ein: Olivenöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl und vielleicht noch Leinöl.

Besondere Öle wie Arganöl, Ackersenföl, Kaktusfeigenöl, Trüffelöl, Bucheckernöl oder auch Macadamianussöl sind in der Regel nur in Ausnahmefällen in unseren Küchen zu finden.

Allerdings bereiten die vorgenannten, eher ungewöhnlichen, Öle allesamt unvergleichliche Geschmackserlebnisse. Darüber hinaus bieten diese Öle ganz viele und gesunde Eigenschaften und vielfältige Verwendungsmöglichkeiten. Daher werden sie auch im-mer beliebter.

Das Rosmarinöl als ein reines Speiseöl gibt es nicht. Ohne irgendwelche zusätzliche Verfahren gibt es nur das ätherische Rosmarinöl.

Soll es als Speiseöl genutzt werden, gibt es zwei Möglichkeiten. Es kann bereits vor der Kaltpressung mit, beispielsweise, einer Sesamsaat gemischt werden und wird dann gemeinsam gepresst. Es entsteht dann ein Öl, welches aus Sesamöl und dem ätherischen Rosmarinöl besteht.

Oder das ätherische Rosmarinöl wird mit einem hochwertigen Speiseöl, z.B einem nativen Olivenöl oder einem Leinöl gemischt. Ähnliches kennen das auch vom Trüffelöl.

Das fertige Rosmarinöl ist, wie fast kein anderes Öl, äußerst vielseitig verwendbar. Es besitzt zudem einen hohen Anteil an ungesättigter Fettsäure, was es besonders wertvoll macht.

Die Rosmarinpflanze

Rosmarinpflanze

Die Pflanze ist im westlichen und zentralen Mittelmeerraum als eine wildwachsende Pflanze heimisch. Im Bereich des schwarzen Meeres wird sie schon seit mehr als 3.000 Jahren kultiviert. Der Rosmarin liebt einen kalkreichen Boden mit viel Sonne und nicht zu viel Nässe.

In der Regel wird Rosmarin heutzutage als Gewürzpflanze oder auch als Zierpflanze angebaut. Der Name Rosmarin leitet sich aus dem lateinischen Ros Marinus ab, was so viel wie Meerestau bedeutet. Rosmarin gehört zur Gattung Salvia und erscheint als immergrüner Halbstrauch. Der Strauch kann eine Höhe von 2 Metern erreichen.

Rosmarin gehört zu den Kräutern der Provence und ist regelmäßig auch in Kräuterbutter und natürlich in mediterranen Speisen zu finden.

Rosmarin gilt als das Gedächtnisgewürz; also ein Gewürz, welches ganz wesentlich die Gedächtnisleitung stärkt. Das war schon in der Antike bekannt und die Wissenschaft von heute bestätigt das in zahlreichen Studien seit langem. (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12690999/)

Die Öl - Gewinnung

Die Gewinnung von Rosmarinöl geschieht durch Destillation aus dem getrockneten Kraut der Pflanze. Mitsamt der Blüten wird das Rosmarinkraut getrocknet und anschließend mit Wasserdampf destilliert.

Ganz allgemein werden ätherische Öle in der Regel fast ausschließlich per Destillation gewonnen. Bei den reinen Speiseölen ist das Destillationsverfahren eher unüblich.

Die eigentliche Dampfdestille besteht aus mehreren Behältern, die miteinander verbunden sind. Ganz unten befindet sich ein beheizter Wassertank, der den Dampf der Destille erzeugt. Der Dampf gelangt nun in den Behälter in dem sich – in diesem Fall – das getrocknete Rosmarinkraut befindet.

Der Wasserdampf bewirkt ein Freisetzen der einzelnen Öltropfen aus dem Kraut. Die dabei freigesetzten ätherischen Öle steigen in den obersten Behälter. Aus diesem Behälter gelangt das Dampfgemisch nun über ein Rohrsystem, welches laufend gekühlt sein muss, in ein Auffangsystem, welches das Gemisch kondensiert.

Aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften schwimmt nun das Öl ganz oben und kann abgeschöpft werden.

Für den Ertrag von einem Liter reinem ätherischen Öl benötigt man etwa 50 bis 75 Kilogramm trockenes Kraut. Das erklärt auch den hohen Preis von Rosmarinöl.

Geruch - Farbe - Geschmack

Der Geruch des Öles ist hocharomatisch und vereint alle Geruchsmuster, die wir vom Rosmarinstrauch auch schon kennen und so sehr schätzen.

Die Farbe vom Rosmarinöl variiert von einem mittleren Gelbton über ein Hellgelb bis hin zu fast hellem und klarem Farbton. Einige Getränke, wie z.B. der Whisky, haben ein ähnliches Farbspektrum.

Der Geschmack wird mit sehr würzig und leicht scharf angegeben. Insgesamt ist der Geschmack als stark mit Aromen angereichert, fast konzentriert, zu beschreiben.

Haltbarkeit

Wie wir es schon von den meisten Ölen kennen, ist eine dunkle, kühle Aufbewahrung auch bei diesem Öl geboten. Mit einer dunklen Flasche, dem Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung und einer ausreichenden Kühlung (Keller oder Kühlschrank) macht man eigentlich alles richtig.

So kann ein geöffnetes Gebinde Rosmarinöl durchaus mehrere Monate gelagert werden. Da, aufgrund des relativ hohen Preises, die Flaschen ohnehin nicht besonders viel Öl enthalten, ist die Lagerung also gar kein Problem.

Rosmarinöl - Verwendung

Dieses wunderbare Öl weist eine ganze Anzahl an Verwendungsmöglichkeiten auf. Wie bei vielen ätherischen Ölen, ist dieses Öl sowohl in der Küche als auch im Bereich von Heilwirkung und Wellness zu finden.

Jede Verwendung von Ölen ist abhängig vom Nährwert des jeweiligen Öles. Was aber ist eigentlich der Nährwert genau.

Als Nährwert bezeichnet man den physiologischen Wert eines Lebensmittels, abhängig von Menge und Verhältnis seiner Inhaltsstoffe und deren Verfügbarkeit für den menschlichen Organismus.

Der Nährwert ist keine vollständig objektivierbare Größe, da besonders die Verfügbarkeit und Verwertung der Stoffe von der Zubereitung und der Kombination der Lebensmittel abhängig ist, und weil die ernährungswissenschaftliche Bewertung einzelner Inhaltsstoffe nicht gesichert ist.

Hauptbestandteile des Nährwerts eines Lebensmittels sind die drei sogenannten Makronährstoffe Kohlenhydrate, Fette, Proteine und die bei ihrer Verdauung verwertbare Energie (physiologischer Brennwert). Daneben spielen zahlreiche Mikronährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe (Mengen- und Spurenelemente) sowie sekundäre Pflanzenstoffe eine Rolle. (Nährwert Quelle: Wikipedia)

Verwendung in der Küche

In der Küche wird Rosmarinöl sowohl zum Braten, zum Frittieren und zum Kochen und in Soßen verwendet.

Auch in der kalten Küche zu Süßspeisen, Salaten und Vorspeisen findet es vielfältige Anwendung. Es gibt inzwischen unzählige Rezepte mit Rosmarinöl für alle Bereiche in der Küche.

Rosmarinöl Wirkung

Verwendung in der Hausapotheke

Obwohl Rosmarin kein Arzneimittel ist, wird es aber seit der Antike als ein solches verwendet. So bewirkt beispielsweise das im Rosmarinöl enthaltene Cineol eine Erhöhung der Gedächtnisleistung und hilft auch bei psychischen Beschwerden. Cineol ist den bicyclischen Epox-Monoterpenen zuzuordnen.

In der Demenz- und Alzheimerforschung gibt es inzwischen viele Studien, die solche Ergebnisse mit Cineolanwendungen bestätigen.

Folgende Heilwirkungen werden Rosmarin zugeschrieben

Rosmarin wirkt:
Antioxidativ, Antiviral, Antibakteriell, gegen Depressionen, bei Diabetes, senkt das Cho-lesterin, hemmt den Krebsbefall, ist harntrieben, entzündungshemmend und fördert die Verdauung. Es hilft zudem bei rheumatischen Beschwerden, Menstruationsbe-schwerden, Migräne und bei Erkältungen. Eine wahre Allroundpflanze.

Verwendung als Schönheitspflege

Natürlich hat die Schönheitsindustrie die großen Vorteile von Rosmarinöl erkannt und vielfältige Produkte daraus entwickelt. Als ein bewährtes Mittel in der Haarpflege wird Rosmarinöl schon seit vielen Jahren in den mediterranen Ländern angewendet.

Bedingt durch die durchblutungsfördernden Eigenschaften ist das Öl ein bewährtes Mittel gegen Haarausfall und Schuppenbefall geworden.

Auch bei vielen Massagen wird aufgrund der durchblutungsfördernden Eigenschaften zunehmend Rosmarinöl verwendet.

Da dieses Öl auch ganz ausgezeichnete antibakterielle, antiseptische und antimykotische Eigenschaften besitzt, wirkt es ganz wunderbar bei Problemen mit Akne oder Ekzemen. Auch gegen Cellulite soll es wegen der Durchblutungsförderung wirksam sein.

Verwendung Abnehmen

Bei den meisten Diäten kann Rosmarinöl unterstützend helfen. Durch den Gebrauch von Rosmarinöl werden auch Galle und Leber angeregt. Dadurch wird die Entgiftung im Körper beschleunigt.

Inhaltsstoffe

Die Vielseitigkeit von Rosmarinöl zeigt sich auch in den zahlreichen Inhaltsstoffen, die in diesem Öl vorhanden sind.

Dazu gehören im Wesentlichen: Monoterpene, Oxide, Ketone, Phenole, Cineol, Pinen Thymol, Termineol, Monoterpenole und Thymol.

Rosmarin Sirup

Als absoluter Geheimtipp bei Kopfschmerzen gilt der Rosmarin Sirup. Keine Kopfschmerz Tabletten, sondern pflanzliche Wirkstoffe. Ein Rosmarin Sirup mit Ingwer hilft garantiert und vermeidet unnötigen Tablettenkonsum. Ob als Zusatz in einem kalten Getränk oder in einem warmen Tee; er ist ein wirksamer und nicht chemischer Helfer und schmeckt dazu auch noch ganz hervorragend.

Rosmarin Kartoffeln

Gerichte mit Kräutern und Kartoffeln gibt es reichlich. An Rosmarin Kartoffeln reicht allerding fast keines heran. Ob im Backofen oder auf dem Grill; der Geschmack von mitgebackenem oder gegrilltem Rosmarin ist unvergleichlich.

Sei es die Verwendung frischer Rosmarinblätter, ganzer Zweige oder mit Rosmarinöl beträufelt, Geschmack und Genuss sind vorgegeben.

Rosmarinöl selbst herstellen

Es ist gar nicht so schwierig, Rosmarinöl selbst herzustellen. Man benötigt dazu einige frische Rosmarinzweige und ein Trägeröl, z.B. Olivenöl, Sonnenblumenöl oder Leinöl. Einige Gourmets geben dem Öl auch Spuren von Pfeffer, Salz, Senf, Zucker oder sogar einem Schuss Wein dazu.

Das ausgewählte Trägeröl gibt man mit einigen Rosmarinblättern in ein geeignetes Behältnis (Flasche, kleiner Kanister). Dieser sollte mit einer Verschlussmöglichkeit wie ein Schraubglas etc. verschließbar sein. Dunkles Glas wäre von Vorteil, da eine dunkle Lagerung nötig ist.

Die verwendeten Zweige oder Blätter sollten auf alle Fälle gänzlich mit dem Trägeröl bedeckt sein. Nun braucht man etwas Geduld. Etwa drei bis vier Wochen benötigt das Rosmarin, um die ätherischen Öle auf das Trägeröl zu übertragen.

Hilfreich ist es, das Behältnis öfter zu schütteln oder zu wenden, um das höchstmögliche Aroma zu bekommen. Nach gut einem Monat ist das Rosmarinöl fertig und kann sofort verwendet werden.

Quelle: Genuss-Suche.de

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