Rapsöl oder Sonnenblumenöl: Was ist gesünder?

Rapsöl oder Sonnenblumenöl

Die Frage, ob Rapsöl oder Sonnenblumenöl gesünder ist, kann man so einfach nicht beantworten, da der jeweilige Zweck der Verwendung dabei entscheidend ist. Die nachfolgenden Erläuterungen gehen auf die jeweiligen Vorteile und Nachteile ein.

Inhaltsverzeichnis:

Rapsöl oder Sonnenblumenöl bestehen aus nur einem Pflanzenöl. Diese Speiseöle sind damit rein in ihrer Sorte.

Während Rapsöl mit etwa 70 Prozent sehr reich an Ölsäure ist, beinhalten Öle aus Sonnenblumen nur etwa 27 Prozent dieser einfach ungesättigten Fettsäure zu finden.

Normales Rapsöl besteht aus 6 Prozent, das Sonnenblumenöl hingegen aus etwa 13 Prozent gesättigten Fettsäuren.

Die Linolsäure zählt mit 48 bis 70 Prozent zu den Hauptbestandteilen beim Sonnenblumenöl. Das Rapsöl hat dagegen in aller Regel nur etwa 20 Prozent dieser Säure, welche im Organismus die Wirkungsweise der Omega-3-Fettsäuren blockiert.

Die meisten Speiseöle gibt es raffiniert und nativ im Handel zu kaufen. Die nativen Öle sind stets kaltgepresst und besitzen mehr Vitamine und sehr viele ungesättigte Fettsäuren. Vom Geschmack her präsentiert sich das native Öl bedeutsamer durch die enthaltenen Geschmacksstoffe.

Sonnenblumenöl

Dieses eignet sich sehr gut zum Dünsten von Gemüsearten und für die kalte Küche. Zudem ist es ein Teil des Dressings für kalte Soßen, Salate, Marinaden, Remouladen und Mayonnaise. Das raffinierte Rapsöl oder Sonnenblumenöl  lässt sich stark erhitzen und ist daher gut zum Frittieren, Braten und Backen geeignet.

Da die beiden Pflanzenöle keinerlei Cholesterin enthalten, sind diese eine gesunde Alternative zu den tierischen Fetten wie Butter, Schmalz und Butterschmalz.

Rapsöl oder Sonnenblumenöl - Eigenschaften

Das Rapsöl besticht durch seinen sehr hohen Gehalt an Ölsäure, einen ebenso moderaten Gehalt an Linolsäure sowie wenig gesättigte Fettsäuren. Das Besondere des Rapsöls ist der recht hohe Anteil an Alpha-Linolensäure, als für Herz und Kreislauf dienliche Omega-3-Fettsäure.

Die Vorteile werden daher schnell deutlich. Das Öl ist besonders geschmacksneutral und lässt sich universell verwenden. Das Rapsöl aus der bekannten Pflanze enthält eher wenig Linolsäure, dafür jedoch sehr viele ungesättigte Omega-3-Fettsäuren und andere Ölsäuren, die gesund sind.

Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren

Die Zusammensetzung ist außergewöhnlich und übertrifft somit das ebenfalls gesunde Olivenöl. Das Verhältnis der Omega-3- sowie der Omega-6-Fettsäuren ist besonders günstig und zugleich in dieser Form eher selten bei anderen Speiseölen zu finden. Eine weitere positive Eigenschaft ist, dass das Rapsöl den Cholesterinspiegel senken und auf lange Sicht regulieren kann. Somit lassen sich vor allem Herz-Kreislauf-Erkrankungen sehr gut beeinflussen. Mögliche Nachteile sind, dass der Raps je nach Anbau genetisch beeinflusst sein.

Das Öl hat zudem das optimale Verhältnis zwischen den Fettsäuren Omega 3 und 6. Hierdurch kann es das gesundheitsschädliche LDL-Cholesterin senken und zugleich Entzündungsprozesse im Körper verhindern. Beim Kochen wird das Rapsöl meist oft falsch angewandt, sodass die gesunden Inhaltsstoffe verloren gehen und schlechte Transfettsäuren entstehen.

Vitamine im Rapsöl

Beim Vergleich von Rapsöl oder Sonnenblumenöl hinsichtlich der Vitamine gibt es einige Unterschiede. Das Rapsöl enthält viele sekundäre Pflanzenstoffe und Mineralien wie Karotinoide und fettlösliche Vitamine wie E, A und K. Diese können als Antioxidantien die Körperzellen vor dem Angriff der freien Radikale bewahren.

Vor allem die mehrfach ungesättigten Fettsäuren im Rapsöl – wie bei anderen Ölsorten auch – reagieren besonders empfindlich auf den Einfluss von Licht. Daher sollte das Öl daher in dunklen Glasflaschen aufbewahrt und in den Schrank gestellt werden.

Das Rapsöl liefert den Menschen viel Energie und zugleich haben sie aufgrund der enthaltenen Fette zugleich auch viele Kalorien. So besitzt ein Gramm Fett neun Kilokalorien, dies sind mehr als doppelt so viele, wie nur ein Gramm der Eiweiße liefern kann. Wer sich jedoch ausgewogen ernähren möchte, der sollte es daher mit dem Rapsöl nicht übertreiben.

Sonnenblumenöl - Eigenschaften

Das Sonnenblumenöl wird aus den Früchten der Pflanze gewonnen. Dies ist meistens hellgelb und hat einen leicht nussartigen Geschmack. Dieses Öl eignet sich sehr gut zum Verfeinern von Lebensmitteln, die ein eher geschmacklich neutrales Öl brauchen.

Das Öl enthält mehrfach und einfach ungesättigte Fettsäuren. Als wichtigster Bestand-teil der ungesättigten Fettsäuren enthält dieses Öl ebenfalls Linolsäure, welches zur Klasse der Omega-6-Fettsäuren gehört.

Vitamine im Sonnenblumenöl

Wie schon im Absatz Vitamine im Rapsöl beschrieben, gibt es Unterschiede im Vergleich von Rapsöl oder Sonnenblumenöl hinsichtlich ihrer Vitamine. Nachteilig ist, dass das Sonnenblumenöl kaum Omega-3-Fettsäuren enthält. Dieses Öl enthält zudem wertvolle Vitamine. Es punktet mit den Vitaminen B, A, K und D sowie mit viel Vitamin E, das zu den Antioxidantien gehört. Sie schützen die Körperzellen vor den schädlichen Angriffen der freien Radikale. Für den Fettstoffwechsel und für die Haut ist das Vitamin E besonders wichtig. So decken 2 Esslöffel Sonnenblumenöl am Tag den Bedarf bei Erwachsenen.

Das Sonnenblumenöl ist eines der bekanntesten Speiseöle auf der ganzen Welt. Dieses Öl, welches aus den Kernen der Sonnenblume gewonnen wird, ist in der raffinierten oder der nativen Variante erhältlich.

Das native Sonnenblumenöl wird kaltgepresst und danach nicht mehr bearbeitet. Raffiniertes Sonnenblumenöl wird, nachdem es gewonnen worden ist, von Bitter- und Farbstoffen gereinigt.

Aus diesem Grund schmeckt dies neutraler und besitzt eine hellere Farbe. Die Inhaltsstoffe des Öls bleiben bestmöglich erhalten, wenn dies kaltgepresst und nicht weiterbearbeitet wird.

Beim Vergleich von Rapsöl oder Sonnenblumenöl bei der Verwendung in der Küche punktet das Sonnenblumenöl. Das raffinierte Sonnenblumenöl kann vor allem in der Küche sehr gut zum Einsatz kommen. Dies eignet sich sehr gut zum Braten, Frittieren, Kochen oder Backen. Sonnenblumenöl besitzt einen Ölsäureanteil, welcher im besten Fall bis zu 92 Prozent betragen kann. Jedoch ist dabei der Gehalt an Linolsäure erheblich gesenkt. Außerdem zeichnet sich kaltgepresstes Sonnenblumenöl durch einen sehr hohen Gehalt an Vitamin E aus.

Der Vergleich - Rapsöl oder Sonnenblumenöl

Für eine gesunde und ausgewogene Ernährung sollten am besten beide Ölsorten nach Bedarf verwendet werden, da jedes Öl individuelle Vorzüge aufweist.

Eine besonders fettreiche Ernährungsweise gehört mit großer Wahrscheinlichkeit zu den häufigsten Ursachen der Fettleibigkeit sowie der hohen Blutfettwerte. Dies sind beides wichtige Risikofaktoren für die koronaren Herzkrankheiten. Wer meist im Beruf sitzt, sollte maximal 30 Prozent der Energie aus Fett zu sich nehmen. Außerdem kommt es auf die Zusammensetzung des Fettes an, vor allem auf die Verteilung der gesättigten und der ungesättigten Fettsäuren. Diese ist bei raffinierten und bei kaltgepressten Ölen gleich. Schauen wir uns den direkten Vergleich zwischen Rapsöl oder Sonnenblumenöl einmal an.

Von den gesättigten Fettsäuren enthält das Sonnenblumenöl nur etwa 13 Prozent. Dies ist gut, denn diese sollten höchstens ein Drittel jener aus dem Fett entstammenden Energie ausmachen. Die gesättigten Fettsäuren gelten als besonders schädlich für den Cholesterinspiegel, da die meisten die Konzentration des LDL-Cholesterins im Blut des Menschen erhöhen.

Die gesättigten Fettsäuren befinden sich in erster Linie in tierischen Fetten wie in Kokos- und Palmfett oder Butter. Am wenigsten sind in dem Rapsöl.

Herkömmliches Sonnenblumenöl besteht nur zu rund 27 Prozent aus Ölsäure. Dies ist eine erwünschte und zugleich einfach ungesättigte Fettsäure. Durch die besondere Züchtung der Pflanzen liegt der Gehalt im ölsäurereichen Öl der Ölmühlen inzwischen bei mehr als 80 Prozent.

Die Ölsäure besitzt gleich mehrere Vorteile. Diese hilft, die Konzentration an schädlichem LDL-Cholesterin im menschlichen Blut zu senken, wenn diese die gesättigten Fettsäuren in der Ernährung ersetzt. Zudem ist ein solches Öl mit einem großen Anteil an Ölsäure stärker erhitzbar als weitere Sorten. Auch Raps- und Olivenöl sind besonders reich an Ölsäure.

Die Bedeutung der Linolsäure

Interessant ist die Betrachtung der Linolsäure im direkten Vergleich von Rapsöl oder Sonnenblumenöl. Von diesen beiden beliebtesten Ölen enthält das Sonnenblumenöl am meisten von der Linolsäure als mehrfach ungesättigte Fettsäure und ist daher am wenigsten stabil gegen Hitze. Für den menschlichen Körper ist die Linolsäure bedeutungsvoll, da der Mensch diese ausschließlich mit der Nahrung aufnehmen muss.

Von Nachteil ist hingegen, dass diese nicht nur das schlechte LDL-Cholesterin, sondern zugleich das gute HDL-Cholesterin absenkt. Zudem hemmt die Linolsäure die Wirkungsweise der Omega-3-Fettsäuren.

Die Alpha-Linolensäure ist in Sonnenblumenöl nur bedingt enthalten. Am höchsten ist dieser Gehalt hingegen in Rapsöl. Der menschliche Organismus kann diese nicht selbst bilden. Dieser braucht sie zum Beispiel für den Bau der Zellwände.

Das Verhältnis Omega 6 zu Omega 3

Bei der Betrachtung des Verhältnisses von Omega 6 zu Omega 3 Fettsäuren von Rapsöl oder Sonnenblumenöl ist das Rapsöl klar im Vorteil. Das Verhältnis der Omega-6- zu den Omega-3-Fettsäuren muss nicht mehr als etwa 5 zu 1 betragen, in der Ernährung liegt dies jedoch bei etwa 8 zu 1. Beim Rapsöl ist das Verhältnis dagegen mit circa 2 zu 1 optimal. Vielfach wird der Omega 3 Mangel durch Nahrungsergänzungsmittel aus Algenöl kompensiert. Etwaige Folgen einer Überdosierung mit Omega 3 Fettsäuren sind bisher nicht bekannt. Neben den Nahrungsergänzungsmitteln sind natürlich auch natürliche Omega 3 Quellen nutzbar. Hierzu zählen mit dem höchsten Anteil überhaupt das Leinöl sowie Öle aus Walnüssen oder aus Hanf.

Nachfolgend sehen wir die Unterschiede von Rapsöl oder Sonnenblumenöl im Vergleich ihrer Nährwerte.

Quelle: Genuss-Suche.de

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