Sind Kochsalz und Speisesalz das gleiche?

Kochsalz

Das Salz, das im Haushalt zum Würzen von Speisen verwendet wird, bezeichnet man als Tafelsalz. Aber auch als Speisesalz oder auch Kochsalz wird es bezeichnet. Dabei bezeichnen alle Begriffe das gleiche Produkt. Kochsalz besteht zu einem hohen Anteil aus Natriumchlorid.

Inhaltsverzeichnis:

Wie wird das Kochsalz gewonnen?

20 % der Salzgewinnung erfolgen durch die Verdunstung von Meerwasser. Allerdings gibt es natürlich auch einige Salzlagerstätten, welche unterirdisch verlaufen und zur Salzgewinnung genutzt werden können. Hierbei wird das Salz angebohrt und dann aus den Felsen herausgelöst. Diesen Vorgang bezeichnet man als Aussolung.

Da der Abbau recht schwierig ist, werden hierfür Maschinen wie Fräsen eingesetzt. Es gibt aber auch die Methode des Nassabbaus, bei welche das Salz durch die Zugabe von Wasser aus den Felsen des Berges gelöst wird. Im Anschluss lässt man das Salz verdampfen, um den Wasseranteil zu entfernen und das wertvolle Salz als Endprodukt zu gewinnen.

Auswaschverfahren von Salz

Das Verfahren der Auswaschung von Salzen aus Meerwasser ist weit verbreitet. So wurden die Inhaltsstoffe entfernt, welche im Salz nicht gewünscht waren. In Norddeutschland waren es Torfrückstände, die durch das Auswaschen und Filtern beseitigt werden konnten. Danach wurde die Sole in Siedepfannen gegeben, um das Salz zu gewinnen.

Interessanteweise kommt daher der Name der Halligen, denn Hall bedeutet auf althochdeutsch Salz. Heute erfolgt das Waschen und Filtern des Salzes aus maschinelle Weise. Auf manuelle Weise wird es nur noch dann durchgeführt, wenn man eine Touristenattraktion bieten möchte.

Wieviel Salz wird in Deutschland gewonnen?

Tatsächlich werden in Deutschland 14 Mio. t Salz gewonnen. Das entspricht in etwa 5 Prozent der weltweiten Produktion. Damit ist Deutschland an der 4. Stelle der weltweiten Produktion, hinter China (60 Mio. t), den USA 40 Mio. t) und Indien (30 Mi. t). (Angaben von Statista.com)

Die Rolle des Salzes in der Geschichte

Das Salz wird bereits seit dem Altertum nachweislich in Geschichtsbüchern erwähnt. Dabei entstanden die sogenannten Salzstraßen, welche das Salz aus den Herstellungsregionen zu den salzarmen Regionen gebracht haben. Salz wurde früher auch als „weißes Gold“ bezeichnet. Deshalb wurde es in früheren Zeiten auch höher besteuert, als es heute der Fall ist.

Bauern konnten sich dieses Produkt oftmals nicht leisten, weshalb sie ihre Lebensmittel auch nicht haltbar machen konnten. Salz wurde erst erschwinglich, als man damit begann, die Salzschichten in den Meeren abzubauen.

Wie sieht Kochsalz aus?

Das Kochsalz präsentiert sich in einer weißen, kristallinen Form. Dabei kann man noch zwischen groben und feinem Salz unterschieden. Das Kochsalz, welches oft noch mit Jod versetzt worden ist, weist in den meisten Fällen eine feine Struktur auf. Schaut man es unter dem Mikroskop oder einer Lupe an, dann erscheint es uns quadratisch kristallin.

Wofür wird Kochsalz verwendet?

In erster Linie kennt man das Kochsalz als Würzmittel für allerlei Lebensmittel. Dabei werden seine speziellen Eigenschaften genutzt. Salz gilt nicht als Gewürz, sondern wie auch der Zucker als Geschmacksverstärker. Da die meisten Menschen Salz immer zum Würzen verwenden, werden salzarme Speisen schnell als besonders geschmacksneutral und fad empfunden. Eine der Eigenschaften des Salzes ist es, organisch Würzstoffe aus Speisen herauslösen zu können. Deshalb wird es auch in Brotteigen oder beim Backen verwendet.

Kochsalz

Das Kochsalz in der Küche

Wer Gemüse kocht verwendet dafür oft auch Salzwasser. Dabei ist den wenigsten bewusst, dass sich dabei die Kochzeit automatisch verkürzt, weil das Salz durch Osmose auch die Zellwände öffnet. Sollte man nun aber allerdings Hülsenfrüchte wie Linsen oder Erbsen in Salzwasser garen, erfolgt der gegenteilige Effekt und die Kochzeit verlängert sich enorm.

Wer eine Erbsensuppe kochen möchte, sollte dem Wasser kein Kochsalz zugeben, bis die Hülsenfrüchte gar sind. Das Würzen sollte man erst später durchführen. Verwendet man nun Salz um andere Lebensmittel wie Fisch, Fleisch oder Geflügel zu garen, kommt es zu einem anderen Effekt. Die Kruste aus dem Salz isoliert hierbei auch die Salze die in den Lebensmitteln enthalten sind und sorgt damit für eine Garung im eigenen Saft.

Kochsalz ist aus den alltäglichen Lebensmitteln nicht mehr wegzudenken. Es ist in Käse, Brot, Wurst und Fleisch gleichermaßen enthalten. Zudem ist ein Salat aus Tomaten ohne Salz nicht vorstellbar. Wer Speise- oder Kochsalz zur Haltbarkeitsmachung von Lebensmitteln durch Pökeln nutzen möchte, sollte auf etwas achten. Es sollte mindestens ein Natriumnitritgehalt von 0,4- 0,8 % gegeben ist. Nur so erzielt man die antibakterielle Wirkung der Salze.

Wie sieht der allgemeine Verbrauch von Kochsalz aus?

Je nachdem wo man lebt, kann der tägliche Salzbedarf zwischen 3-6 g pro Tag liegen. Dabei sollte man aber aufpassen, dass man 16-20 g nicht überschreitet. Da Salz in den meisten Lebensmitteln enthalten ist, ist es gar nicht so leicht das umzusetzen. Ende der 1980 er gab es dazu in den USA eine Studie zum großen Thema der Salzverschwendung. Dabei wurde ermittelt, dass ein durchschnittlicher US- Bürger täglich 135 g Salz in der Küche verwendete. An dieser Stelle muss man aber auch berücksichtigen, dass diese Salze nicht unbedingt auch aufgenommen wurden. Viele Salze wurden mit dem Kochwasser wieder entsorgt. Wer sich wirklich mit seinem Salzverbrauch auseinandersetzen möchte, sollte immer eine Salzmühle oder einen Salzstreuer zum Würzen verwenden. Damit wird dann auch sichergestellt, dass nur geringe Mengen eingesetzt werden.

Welche Bedeutung hat Kochsalz für den menschlichen Körper?

Viele Vorgänge innerhalb des menschlichen Körpers werden nur durch die Aufnahme des Salzes durchgeführt. Das Salz wird genutzt, um die Knochen aufzubauen. Das Nervensystem sowie die Verdauung und die Ordnung des Wasserhaushaltes werden durch Salz reguliert.

Innerhalb eines menschlichen Körpers findet man meistens zwischen 150 und 300 g Kochsalz vor. Wobei nur 3 g täglich benötigt werden um einen Ausgleich erzielen zu können. Leidet man unter Erkrankungen wie Durchfall, Erbrechen oder auch starkem Schwitzen ist Vorsicht geboten. Es kann nämlich dazu kommen, dass man dem Körper mehr Salz zuführen muss, weil man es durch die Ausscheidungen zu schnell verliert.

Aus diesem Grund werden Menschen mit Erkrankungen in Krankenhäusern auch oft Infusionen mit Lösungen aus Kochsalz verabreicht. Da es geschichtlich betrachtet früher sehr schwierig war, an Salz zu gelangen, hat der Körper mit einer Dopaminausschüttung darauf reagiert. Damit wurden die Menschen nach der Aufnahme von Salz tatsächlich belohnt. Dieser Vorgang lässt sich heute noch bei vielen Menschen feststellen.

Welche Nachteile können durch die Aufnahme von zu viel Salz erfolgen?

Zuviel oder zu wenig Salz. Tatsächlich kann sowohl eine zu geringe als zu hohe Dosis an Salz zu körperlichen Schädigungen führen. Wer zu wenig Salz zu sich nimmt, der sorgt dafür, dass eine geringe Salzkonzentration im Körper vorherrscht. Dadurch verliert man das Durstgefühl und es kann zum Austrocknen kommen. Nimmt man nun zu viel Salz zu sich, hat man ständig Durst und die Wassermenge im Körper steigt. Dadurch kann es dann auch zu Wassereinlagerungen kommen. Gleichzeitig kommt es dann aber auch zu einer Gewichtszunahme.

Bluthochdruck und Salz

Im Jahr 1970 wurde eine Studie durchgeführt, welche einen direkten Bezug zwischen einem zu hohen Salzkonsum und Bluthochdruck herstellte. Deshalb wurde Menschen mit dieser Art der Erkrankung eine salzärmere Ernährung empfohlen oder eine entsprechende Diät empfohlen. Später fand man aber heraus, dass auch andere Faktoren wie das Alter und die genetische Veranlagung eine wichtige Rolle spielten. Die Problematik bei der Salzaufnahme besteht aber darin, dass viele Menschen nur das Salz bewusst wahrnehmen, welches sie wirklich in das Kochwasser geben. Dabei werden gerne die Salzmengen in Fertiggerichten oder Fertigprodukten vergessen.

Der Zusammenhang zwischen Salz und Entzündungen

Forscher fanden durch Studien auch heraus, dass Mäuse mit einem zu hohen Salzkonsum mit einer Erhöhung der Produktion von T-Helferzellen im Dünndarm begonnen haben. Diese sind dafür verantwortlich, dass innerhalb des Körpers dann auch der Signalstoff Interleukin 17 das Blutplasma anreichert und somit entzündungsfördernd wirkt. Zugleich wurde die Funktion der Endothelzellen gestört, welche für die Regulierung des Blutdruckes verantwortlich sind.

Welche Eigenschaften hat das Kochsalz noch?

Kochsalz besitzt die Eigenschaft, schnell zu verklumpen kann, sobald es mit Feuchtigkeit in Kontakt kommt. Deshalb sollte man es immer trocken und verschlossen aufbewahren. Hierzu eignen sich am besten luftdicht abzuschließende Gefäße oder auch Vakuumbehälter.

Die Aufgabe von Jod im Salz

Häufig findet man das Kochsalz auch in Verbindung mit Jod im Angebot. Dieses spielt vor allem bei Schilddrüsenerkrankungen eine Rolle. Wer Jodsalz bevorzugt, kann diesen Erkrankungen vorbeugen und für seine eigene Gesunderhaltung sorgen. Dabei enthält das Jodsalz einen Anteil von 15-25 mg Jod pro Kilogramm Salz.

Deutschland ist bekanntermaßen ein Land mit Jodmangel. Deshalb sollten wir beim Einkauf von Kochsalz unbedingt auf ein jodiertes Kochsalz zurückgreifen.

Rauchsalz

Salzgourmets und Salzfreunde veredeln das Salz auch, indem sie es über Walnussholz, Buchenholz oder Erlenholz einige Tage lang räuchern. Neueste Kreation ist die Verwendung von Holz der Douglastanne. Insgesamt erzielt man intensive Rauchgeschmacksvarianten. Dieses, so veränderte Salz, passt vorzüglich zu frischen Salaten, Suppen und Grillgerichten auf Fleisch- und Fischbasis.

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