Waldheidelbeeren

Waldheidelbeeren

Die Waldheidelbeeren werden zu Recht zu den wertvollsten, und vor allem, gesundesten Lebensmittel weltweit gezählt.

Waldheidelbeeren sind die Ursprungsform der heute überwiegend im Handel erhältlichen Kulturheidelbeeren. Sie gehören ebenso wie Waldhimbeeren, Waldbrombeeren, Walderdbeeren, Wacholderbeere und Preiselbeeren zur Gruppe der Waldbeeren.

Viele, auch heute noch durchaus geläufige Bezeichnungen, sind Bickbeere, Schwarzbeere oder Blaubeere.

Inhaltsverzeichnis:

Herkunft

Die Ursprünge der Waldheidelbeere sind in Eurasien zu finden und sind seit dem 11. Jahrhundert, zunächst ausschließlich als Heilpflanze, dokumentiert.

Die heute noch in Europa heimische Waldbeere mit dem botanischen Namen Vaccinium myrtillus ist in Wäldern mit feuchten Untergründen und in bewaldeten Heideflächen zu finden. Die Pflanzen bevorzugen einen sandigen, feuchten und torfigen Humusboden mit einem PH Wert von 3,5 bis 5.

Standort und Aussehen

Die besten Exemplare sind in der vollen Sonnenlage oder im Halbschatten zu finden.

Wie die Kulturheidelbeere mit dem botanischen Namen Vaccinium corymbosum, gehört sie zu den Heidekrautgewächsen (Ericaceae). Sie wächst als kleiner Strauch bis zu einer Höhe von 50 Zentimetern und weist etwa 450 Arten auf.

Charakteristisch sind die kleinen dunkelblauen oder violettfarbenen Früchte. Die Früchte sind allerdings stoß- und druckempfindlich. Zudem sind sie mühsam zu ernten, da sie an kurzen Stielen meist einzeln ausgebildet sind.

Die Waldheidelbeeren unterscheiden sich von den Kulturheidelbeeren zunächst einmal auffällig in der Größe. Sie erreichen einen Durchmesser von ca. 0,3 bis 1 cm, während die Kulturheidelbeere bis zu 3,5 cm im Durchmesser groß werden kann.

Blüte und Erntezeit

Die Blütezeit der Waldheidelbeere reicht vom Frühjahr bis zum Beginn der Erntezeit. Die Erntezeit beginnt im Juni und endet im September. Waldheidelbeeren reifen nicht nach und sollten deshalb nur reif, also mit voller dunkelvioletter Farbe, geerntet werden. Das gilt übrigens für eine exotische Frucht ebenfalls. Die Kaktusfeige, aus der auch das Kaktusfeigenkernöl gewonnen wird, ist ebenfalls nur begrenzt lagerfähig. Beide müssen daher zügig verarbeitet oder eingefroren werden. Im Kühlschrank kann man sie 3-5 Tage bevorraten.

Durch das Einfrieren gehen allerdings keine oder nur wenige Geschmacksmerkmale verloren. Bei der Bevorratung eingefrorener Früchte geht auch die blaue Färbung der Zunge beim Genuss dieser aromatischen Beeren nicht verloren. Die Wildheidelbeeren weisen übrigens deutlich mehr Säure auf, als die kultivierten Kollegen.

Da, im Gegensatz zur Kulturheidelbeere und einigen anderen Waldbeeren, die wilde Waldvariante nicht ganzjährig zu bekommen ist, genießt sie damit zum Ende des Sommers besondere Aufmerksamkeit.

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Eigenschaften

Sie besitzen auch deutlich mehr Säure. Die getrockneten Früchte genießen auch als ein altes Heilmittel einen guten Ruf.

Als ein wichtiger Strauch des Waldes ist der Heidelbeerstrauch auch eine wertvolle Nahrungspflanze für Birkhähne und Auerhähne, da diese sich überwiegend von Blüten und Kopsen diverser Sträucher ernähren.

Waldheidelbeeren kommen im normalen Obsthandel kaum vor, und wenn doch, sind sie meist aus den osteuropäischen Ländern importiert. Immerhin sind Waldheidelbeeren in Bezug auf ihre Inhaltsstoffe den Kulturheidelbeeren weit überlegen. Sie weisen viel mehr Farbstoffe und wichtige Gerbstoffe auf, als die kultivierten Varianten.

Naturheilmittel

100 Gramm Heidelbeeren enthalten lediglich 35 Kalorien.

Waldheidelbeeren sind äußerst kalorienarm und enthalten sehr viel Wasser. Sie weisen darüber hinaus einen hohen Anteil an Provitamin A auf. Der Körper bildet aus dem Provitamin das für unser Sehvermögen sehr wichtige Vitamin A. Die blauviolette Farbe der Beeren hat ihren Ursprung in den enthaltenen Anthocyanen. Diese bilden einen großen Beitrag beim Schutz unserer Körperzellen.

Nährwerttabelle: Heidelbeeren pro 100 Gramm
Energie kcal46
Fett gesamt (g)1
Kohlenhydrate gesamt (g)6
Mineralstoffe (mg)
Natrium (Na)1
Kalium (K)80
Calcium (Ca)10
Magnesium (Mg)2
Phosphat (P)15
Eisen (Fe)0,7
Zink (Zn)0,1
Vitamine
Beta-Carotin (µg)35
Vitamin E (mg)2,1
Vitamin B1 (mg)0,02
Vitamin B2 (mg)0,02
Vitamin B6 (mg)0,06
Folsäure (µg)10
Vitamin C (mg)20

Medizinische- und Heilmittelmerkmale der Waldheidelbeere

Es gibt kaum ein anderes Lebensmittel, welches so viele positive Eigenschaften hat, wie die Waldheidelbeere. Die Entdecker der Waldheidelbeere, die amerikanischen Ureinwohner, haben sie schon immer als Heilpflanze verehrt und geschätzt.

Woran liegt das? Was macht die Waldheidelbeere so einzigartig?

Die positiven Eigenschaften verdankt die Waldheidelbeere vor allem den Anthocyanen. Heidelbeeren haben viele Polyphenole, also sekundäre Pflanzenstoffe. Diese Stoffe bekämpfen die Moleküle, die den oxidativen Stress auslösen, die an Entzündungsvorgängen wesentlich beteiligt sind und die die Zellen schädigen. Außerdem beschleunigen oxidative Vorgänge und den Alterungsprozess. Das Ergebnis ist dann meist ein Übergewicht an krebsauslösenden freien Radikalen.
Hier kommen nun die Anthocyane zum Einsatz.

Diese, den Flavonoiden zugehörigen Stoffe, beinhalten viele gesunde Wirkungen, bekämpfen die freien Radikalen und wirken darüber hinaus antiviral und entzündungshemmend.

Anthocyane ermöglichen eine pharmakologische Auswirkung, die über die Bioflavonoide den Krebs bekämpfen und auch die Selbstmordprogramme von Krebszellen auslösen.

Im direkten Vergleich zu anderen Beeren (Himbeeren, Erdbeeren, Brombeeren) bieten die Waldheidelbeeren das höchste antioxidative Potenzial, nämlich mehr als die doppelte Anzahl. Lediglich die Gojibeeren kann hier die Waldheidelbeere übertreffen.

Herz-Kreislauf - Krebs - Gedächtnis - Diabetes - Sehkraft

In Deutschland sterben die meisten Menschen an Herz-Kreislauferkrankungen.

Allgemein bekannt und in zahlreichen Studien nachgewiesen, bewirkt der Verzehr von Waldheidelbeeren einen vorbeugenden Schutz gegen diese Erkrankungen. Der tägliche Verzehr verbessert die Blutgefäßfunktion und einen zu hohen Blutdruck.

Waldheidelbeeren haben gegenüber den Kulturheidelbeeren, den Erdbeeren und den Himbeeren aufgrund ihrer höheren Anzahl an Antioxidantien eine kreislaufstärkende Bedeutung für das Herz-Kreislaufsystem.

Das gilt auch für die Gefahren bei einer Krebserkrankung, bei Diabetes, bei einer nach-lassender Gedächtnisleistung und bei schwindender Sehkraft.

Krebs

Hier können die Antioxidantien bei einigen Krebsarten wesentliche Linderungen herbeiführen und krebsbedingte Krankheitsanzeichen reduzieren.

Gedächtnis

Wer regelmäßig Heidelbeeren verzehrt, kann dem Dopaminmangel entgegenwirken und seine Gedächtnisleistung daher stabil halten. Das kann auch bei Parkinson und Alzheimer einen verlangsamten Krankheitsverlauf bewirken, da dadurch auch das Erinnerungsvermögen und die Fähigkeit, neues zu lernen, gestärkt werden.

Diabetes

Auch Diabetes ist weltweit eine der Haupttodesursachen. Die in den Waldheidelbeeren enthaltenen Anthocyane wirken ebenfalls bei dieser Krankheit.

Sehkraft

Schon seit langer Zeit war von Waldheidelbeeren bekannt, sehr nützlich zu sein, wenn es darum ging, der nachlassenden Sehkraft entgegenzuwirken. Das liegt daran, dass Anthocyane auch licht- und alterungsbedingte Einflüsse auf die Netzhaut positiv beeinflussen können.

Fazit:
Die Waldheidelbeeren sind ein optimales Superfood mit unschlagbaren positiven Eigenschaften. Sie stärken unseren Geist, unseren Körper und unsere Seele. Waldheidelbeeren haben einen großen Anteil an einer gesunden und äußerst positiven Ernährung.

Quelle: Genuss-Suche.de

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