Die Senfkörner bieten mehr als Schärfe

Senfkörner

Seit langer Zeit wurden Senfkörner, als ganze Körner oder verarbeitet, auch als Medizin genutzt. Sie sind Samen der Pflanzengattung Senf und kommen als weißer und schwarzer Senf vor. Die schwarzen Samen, diese sind eigentlich schwarzbraun, haben einen scharfen und bitteren Geschmack.

Die weißen Samen schmecken nur scharf und bestehen aus kleinen gelben Kugeln. Beide Körner benutzen wir zum Marinieren, Braten oder zum Kochen. Zum Einlegen von Gurken für Senfgurken oder Mixed Pickles werden ausschließlich weiße Körner verwendet. Allerdings entsteht die Schärfe erst, wenn die Körner gemahlen werden.

Beide Körnerarten werden zur Senfherstellung genutzt.

Inhaltsverzeichnis:

Für was sind Senfkörner gut?

In vielen Kulturen werden Senfkörner als Gewürz genutzt. Die ist auch nicht weiter verwunderlich, denn sie stecken voller Aroma, sind gesund und lassen sich vielfältig verarbeiten. Man kann damit auch gut abnehmen.

In der Küche verwendet man die Körner zum Kochen, einlegen, marinieren, braten oder als Dip für Wurst. Beliebt sind die Körner wegen ihres nussigen Aromas und der intensiven Schärfe. Wer einen Mörser zu Hause hat, kann die Körner zerstoßen. Ansonsten lassen sie sich auch im Ganzen zum Würzen verwenden.

Auch in der Pfanne lassen sich die Körner rösten und verarbeiten. Dabei sollte man aber bedenken: Je mehr sie erhitzt werden, desto mehr Schärfe verlieren sie. Wenn sie gemahlen sind, werden sie häufig auch als Würzpaste, Senfpulver oder zu anderen Senfprodukten verarbeitet.

Senfkörner für die Gesundheit

Senfkörner sind aber nicht nur für die Küche hervorragend, sondern auch für die Gesundheit. Schon in der Antike hat man die Pflanze zu Heilzwecken benutzt. Sie enthalten nämlich viel Ballaststoffe, Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine. Was sie aber besonders ausmacht sind ihre ätherischen Öle, die Antioxidantien und die Senfglykoside.

Was ist der Unterschied zwischen Senfkörner und Senfsaat?

Im Grunde genommen ist beides dasselbe. Zu Senfkörnern kann man auch Senfsaat sagen. Beides sind die Samen der Früchte von der Senfpflanze. Sie gehört zu den Kreuzblütengewächsen. Äußerlich kann man sie schon leicht mit dem Raps verwechseln, denn sie sehen sich beide sehr ähnlich.

Es werden zwei Gattungen unterschieden: einmal der weiße Senf und einmal der braune und schwarze Senf. Die weißen Körner sind größer als die schwarzen. Wer mag, kann auch seine eigene Senfpflanze im Garten anbauen. Die Körner bilden die Basis für die Herstellung von Senf. Dafür werden sie gemahlen und mit anderen Zutaten vermischt und weiterverarbeitet.

Welche Senfkörner sind scharf?

Es gibt helle und dunkle Körner, genauer gesagt weiße, braune und schwarze. Im Laden finden wir meistens nur die hellen zu kaufen. Man nennt sie auch „weißer Senf“ und bekommt sie als Senfmehl oder als Pulver, was die Grundlage für die Herstellung von Senf ist. Geerntet werden die leuchtenden, gelben Senffelder im Spätsommer. Dabei werden die Schoten von den Körnern befreit.

Helle Senfkörner sind ein tolles Gewürz was man gut zu Marinaden, Eingelegtem und für Saucen verwenden kann. Seine Schärfe bekommt der Senf aber erst, wenn das Senfmehl auf Essig oder Wasser trifft. Anfangs sind sie geruchlos. Die schwarzen Körner sind schärfer und seltener als die hellen.

Das liegt daran, dass sie aus einer anderen Pflanze kommen und die Ernte viel aufwendiger ist. Man bekommt sie daher auch nur in speziellen Läden oder online zu kaufen. Verantwortlich für die Schärfe des Senfs ist das Glykosid Sinalbin.

Was kann man statt Senfkörner nehmen?

Statt Körner kann man auch normalen Senf verwenden oder durch gekörnten Senf ersetzen. Je nach Gericht kann man ansonsten auch ähnlich pikante und scharfe Gewürze benutzen wie Ingwer, Chili oder Curry.

Sollte es jedoch überhaupt nicht passen, da es das Gericht dann komplett verändert, muss man die Senfkörner weglassen oder etwas anderes kochen. Man muss aber bedenken, dass die Textur von Senfkörnern völlig anders ist als von fertigem Senf. Dies würde man auch am Geschmack merken.

Abnehmen mit Senf

Wer den Senf nur in Kombination mit fettiger Wurst kennt, der weiß nicht, zu was er noch alles fähig ist. Ohne jeglichen Aufwand lassen sich viele Kalorien sparen. Senf ist ein guter Geschmacksträger und hebt jedes Gericht geschmacklich hervor. Die Paste enthält weniger Kalorien als die berüchtigten Grill-Saucen und der von vielen so geliebte Ketchup. Senf enthält außerdem einen hohen Anteil an guten Fetten und Eiweiß, was länger satt hält als die gezuckerten Saucen. Man kann also gut mit den Körnern abnehmen.

Beim Kochen sollte man den Senf erst zum Schluss dazugeben; ansonsten werden die guten und so wertvollen ätherischen Öle zerstört. Dasselbe gilt auch für Senfsuppen. Ist der Senf erstmal drin, darf die Suppe nicht mehr gekocht werden. Bei mariniertem Fleisch, braten oder grillen sollte man die Hitze nach und nach hochdosieren, damit der Senf nicht verbrennen kann.

Die Vorteile der Körner für den Körper

Senfkörner machen sich nicht nur in der Küche gut, sondern auch im Körper. Schon die Afrikaner, Griechen, Asiaten und Römer haben sie für sich entdeckt und den leckeren Geschmack gekostet. Auch in der Medizin kommt Senf nicht zu kurz, so gibt es medizinische Anwendungen aus der Zeit von Hippokrates.

Schützt vor Krebs: Scharfer Senf schützt vor krebsauslösenden Stoffen. Dafür sorgen die Verbindungen von Mirosinase und Glucosinolaten. Sie sind auch dafür bekannt, Krebszellen zu hemmen. Der hohe Selengehalt bietet außerdem eine Wiederstandfähigkeit gegen die Krebszellen. Ein guter Grund also, Senf zu essen.

Migräne: Senfkörner sind reich an Magnesium, daher verschwinden oftmals auch beim Verzehr von Senf die Migräneattacken. Senfvollbäder haben einen belebenden Effekt können den Stoffwechsel intensivieren.

Ballaststoffe für das Gewicht: Senfkörner enthalten Ballaststoffe und verbessern somit die Verdauung. Da der Ballaststoffgehalt löslich ist, kann er besser wirken.

Wechseljahre: Durch die Nährstoffe: Eisen, Kupfer, Selen und Magnesium kommt man mit Senf gut durch die Wechseljahre und beugt gleichzeitig Bluthochdruck vor.

Schöne Haut: Senfkörner kann man als natürliches Peeling benutzen und zu ätherischem Rosenöl oder Lavendel dazugeben. Mit der Mischung peelt man dann das Gesicht und entfernt so abgestorbene Hautzellen. Wenn man es mit Aloe Vera vermischt, kann man die Haut gut mit Feuchtigkeit versorgen.

Unreinheiten Im Gesicht können mit der Mischung gezielt behandelt werden. Zusammen mit den Vitaminen A, C und K wird aus dem Senf ein echtes Kraftpaket, was die Haut mit hervorragenden Antioxidantien versorgt. Auch wer unter Hautinfektionen leidet kann von den Körnern profitieren. Der Schwefel ist nämlich für seine sehr  gute antibakterielle Eigenschaft bekannt.

Schöne Haare: Das enthaltene Vitamin A in den Körnern stimuliert den Haarwurzeln und sorgt zudem für einen schnelleren Haarwachstum. Außerdem wird das Haar von innen heraus enorm gestärkt, was unter anderem den Fettsäuren zu verdanken ist. Eine gestärkte Haarstruktur minimiert das Ausfallen der Haare.

Rheumatische Arthritis: Menschen mit einer rheumatischen Arthritis fühlen sich mit Senfsamen erleichtert. Das enthaltene Selen und das Magnesium helfen, das Problem zu minimieren. Auch steife, schmerzende und wunde Muskeln lassen sich mit Senfkörnern gut behandeln.

Zusätzliche Verwendung: Wenn alte befüllte Gläser nach Gewürzen, Kaffee oder anderen Zutaten riechen, kann man diesen neutralisieren. Dafür erwärmt man Wasser und füllt es in ein Glas. Dann kommt etwas von einer  Senfkörnerpaste hinein. Nun wird alles gut vermischt und geschüttelt. Anschließend wird der Inhalt wieder ausgegossen. Der gesamte alte Geruch ist verschwunden und das Gefäß riecht wie neu.

Quelle: Genuss-Suche.de

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