Baumwollsamenöl

Baumwollsamenöl

Pflanze

Die Baumwollpflanze ist seit mehr als 3.000 Jahren in Indien und in der Zeit um das 16. Jahrhundert in Südamerika domestiziert. In der heutigen Zeit ist die Baumwolle in dem sogenannten Baumwollgürtel der Erde zu finden. Dieser Gürtel bezieht sich auf eine Klimazone von ca. 200 frostfreien Tagen im Jahr bei feuchten Böden und einem sehr heißen Temperaturdurchschnitt.

Inhaltsverzeichnis:

Daher sind die Hauptanbauländer die USA, Indien und China. Einige kleinere Anbau-länder sind Argentinien, Kolumbien, Australien und Mexico. Die Stammpflanze trägt in Amerika die Namen Gossypium hirsutum und Gossypium barbadense. In Asien heißt sie Gossypium arboreum und in Afrika Gossypium herbaceum.

Die Baumwollpflanze ist ein 3 – 5 Meter hochwachsender Strauch aus der Familie der Malvengewächse mit der botanischen Bezeichnung Malvaceae. Die Früchte der Baum- wollpflanze sind kapselförmige Hülsen, die die Samen enthalten Die Hülsen öffnen sich im Reifezustand und machen die Samen sichtbar. Die Samen sind ca. 3-6 mm groß und haben eine runde bis ovale Form. Ihre Farbe ist dunkelbraun bis schwarz.

Die Baumwolle, als eine der ältesten Naturfasern, wird von den Menschen schon seit mehreren Jahrtausenden zur Erzeugung von Textilien verwendet. Sie verliert aber zu-nehmend an Bedeutung, da heutzutage diverse Kunstfasern viel billiger und vor allem in viel größeren Mengen hergestellt werden können. Die Herstellung von Baumwollöl gewinnt damit aber an ökonomischer Bedeutung.

Für das Jahr 2023 geht die USDA von einer weltweiten Produktion von Speiseölen in der Größenordnung von rd. 220 Millionen Tonnen pflanzlicher Öle aus.

Hier werden, in der Reihenfolge ihres prozentualen Anteils, Sonnenblumenöl, Sojaöl, Baumwollsamenöl, Erdnussöl, Palmkernöl, Kokosnussöl und Olivenöl genannt. Baumwollsamenöl liegt somit an fünfter Stelle der weltweiten Produktion.

Die Abkürzung USDA steht für United States Department of Agriculture, also das US-amerikanische Landwirtschaftsministerium.

Die Baumwolle ist eine Naturfaser, die von den Menschen bereits seit tausenden von Jahren für die Herstellung von Textilien genutzt wird. Seit dem 20. Jahrhundert verliert sie jedoch für die Textilproduktion zunehmend an Bedeutung, da Kunstfasern leichter und in größeren Mengen herstellbar sind.

Baumwollsamenöl - Gewinnung

Das Baumwollsamenöl wird aus den Samen der Baumwollpflanze gewonnen, die etwa 20 – 30 % Ölanteil haben Die Samenkörner müssen zuerst sorgfältig gereinigt werden. Dann werden sie zerkleinert und die Samenkerne werden dabei von den Samenhülsen befreit. Nun wird das Öl mittels einer Kaltpressung (nicht mehr Temperatur als 28 Grad Celsius) aus den Samen gepresst.

Da das Öl noch Anteile von giftigem Gossypol hat, wird es nunmehr raffiniert. Dabei werden die Giftanteile und weitere Verunreinigungen entfernt. Im Ergebnis ist das Öl dann zur individuellen Verwendung fertig. Um einen Liter dieses Öles zu bekommen, müssen 3-4 Kilogramm Samengut eingesetzt werden.

Geruch - Farbe - Geschmack

Das Baumwollsamenöl riecht leicht nach feuchter Erde und hat auch ein moosiges Aroma. Die Farbe des Öles ist hellgelb bis mittelgelb. Im Geschmack erkennen wir Noten von Kernen und Nüssen; manche schwören darauf, auch Noten von grünem Tee geschmeckt zu haben.

Baumwollsamenöl - Verwendung

Baumwollsamenöl hat in der Küche und in der Kosmetik viele Freunde gefunden. Das Öl wird in der Küche gern als Backöl und Bratöl verwendet, da es hoch erhitzt werden kann. In den USA gehört dieses Öl seit dem Beginn des 19. Jahrhundert zu den am meisten verwendeten Ölen überhaupt. Das wird mit der Hitzebeständigkeit und den hohen Anteilen mehrfach ungesättigter Fettsäuren begründet.

Viele Produkte in den USA und auch zunehmend in Europa verwenden dieses Öl gern zu Fertigprodukten wie Kartoffelchips oder Müslis. In der Lebensmittelindustrie wird das Baumwollsamenöl auch zur Margarineherstellung gern verwendet.

Die Kosmetikbranche hat das Öl ebenfalls für sich entdeckt. Wir finden inzwischen zahlreiche Produkte zur Haar- und Hautpflege. Da das Öl viel Feuchtigkeit spenden kann, ist es sehr gut geeignet sensible und strapazierte Haut wieder zu stabilisieren. Es soll, bei längerer Anwendungsdauer, auch Altersflecken auf der Haut nahezu verschwinden lassen. Auf jeden Fall bringt es Spannkraft und Elastizität zurück.

Lagerung - Haltbarkeit

Wie bei den allermeisten Ölen soll auch das Baumwollsamenöl an einem kühlen und dunklen Ort gelagert werden. Hier eignet sich natürlich ein dunkler und kühler Keller ganz besonders. Aber auch in einer kühlen Speisekammer oder im Kühlschrank fühlt sich das Baumwollsamenöl gut aufgehoben.

Auf jeden Fall sollte starke Helligkeit vermieden werden, da sich sonst die Haltbarkeit stark reduziert. Das Öl kann dann auch leicht ranzig werden; dann schmeckt es auch gar nicht mehr. Ungeöffnete Flaschen sind bei sachgemäßer Lagerung durchaus bis zu 18 Monaten haltbar. Angebrochene Flaschen sollten schon innerhalb von 4-6 Monaten verbraucht werden.

Baumwollsamenöl - Inhaltsstoffe

Wir finden im Baumwollsamenöl Vitamin E, die Spurenelemente Eisen und Mangan sowie die Mineralstoffe Calcium, Kalium und Magnesium.

Das Öl besteht zu 26% aus gesättigten Fettsäuren und zu 18 % aus den einfach ungesättigten Fettsäuren. Rd. 54 % machen die mehrfach ungesättigten Fettsäuren aus.

Besonderer Hinweis zu passenden Speisen

Zu Fisch (gekocht, gebraten oder gegrillt) und zwar zum Lachs, zum Steinbeißer, zum Karpfen, zum Hering und zur Forelle.

Zu Salaten und zwar zum Tomatensalat, zum Kopfsalat, zum Rucola Salat, zum Speck- Kartoffelsalat.

Zu Suppen und Eintöpfen, und zwar zur Erbsensuppe, zur Fischsuppe, zur Gulaschsuppe, zur Hühnersuppe, zum Pichelsteiner, zum Bohneneintopf, zum Steckrübeneintopf und zu allen Eintöpfen mit Kohl.

Quelle: Genuss-Suche.de

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