Pfefferöl

Pfefferöl

Pfeffer in fast allen Sorten ist uns allen natürlich sehr bekannt. Zudem ist Pfeffer das am meisten genutzte Gewürz der Welt!! Für alle Salzfreunde sei hier angemerkt, dass es natürlich mehr Salzverbrauch als Pfefferverbrauch gibt, aber Salze sind ein Mineral und Geschmacksverstärker, aber keine Gewürze.

Inhaltsverzeichnis:

Das Pfefferöl als Speiseöl in der Küche ist allerdings nicht so sehr bekannt. Da finden wir schon eher Rapsöl, Olivenöl oder auch Leinöl. Ähnlich seltene Ölsorten sind zum Beispiel Kirschkernöl, Rosmarinöl, Paranussöl, Macadamianussöl, Mandelöl, Arganöl oder Tomatenkernöl und noch ganz viele weitere, in unserer Küche eher unbekannte, Öle (siehe auch: Ratgeber Speiseöl).

Ätherisches Öl Pfefferöl

Was sind denn nun eigentlich ätherische Öle?

Ätherische Öle (auch etherische Öle) sind leicht flüchtige und häufig leicht entzündbare Stoffgemische, die aus verschiedenen ineinander löslichen, organischen Stoffen wie Alkoholen, Estern, Ketonen oder Terpenen bestehen.

Sie werden synthetisch oder aus natürlichen Quellen durch Wasserdampfdestillation, Extraktion oder Auspressen der Pflanzen oder der Pflanzenteile gewonnen. Ätherische Öle werden häufig in den Blättern von Pflanzen produziert und im Pflanzengewebe gespeichert. Die Pflanzen locken damit Insekten an oder wehren Schädlinge ab.

Im Gegensatz zu fetten Ölen verdunsten ätherische Öle rückstandslos.

Quelle: Wikipedia

Pfefferöl - Die Pflanze

Wie und wo wächst die Pfefferpflanze? Die Pfefferpflanze Piper Nigrum wächst sowohl wild als auch, und das zunehmend, als kultivierter Strauch. Das kultivierte Exemplar erreicht immerhin eine Höhe von 4 bis 6 Meter, die wildwachsende Variante kann schon mal bis zu 10 Meter hoch werden.

Alle Pfeffersorten stammen vom Piper Nigrum, bis auf den Rosa Pfeffer. Der stammt vom peruanischen Pfefferbaum (Schinus Molle) oder dem brasilianischen Pfefferbaum (Schinus Raddi)

Pfefferöl - Die Herstellung

Das Pfefferöl wird aus allen Pfeffersorten gewonnen. Die Gewinnung erfolgt über eine Wasserdampfdestillation der Pfefferkörner. Da man für ca. 25 Milliliter ätherisches Öl etwa zehn Kilogramm Pfefferkerne benötigt, erklärt sich der Preis für das Pfefferöl, der bei etwa 150 bis 180 € pro 100 Milliliter liegt.

Zu beachten ist, dass im Pfefferöl durch die Destillation kein Piperin mehr enthalten ist, also der Scharfmacher des Pfeffers durch die Destillation verschwunden ist.

Geruch - Geschmack - Aroma

Der Geruch und das Aroma von Pfefferöl werden von vielen Anwendern als würzig, frisch und etwas exotisch beschrieben; er erinnert an Muskatnuss oder überhaupt an Nüsse. Das Öl liegt im Geschmack bei pfeffrig, würzig und ebenfalls exotisch.

Der Unterschied - Ätherische Öle und Gewürze

Warum nutzt man überhaupt ätherische Öle in der Küche als Speisegewürze? Was ist der Unterschied zu den bekannten Gewürzen oder Geschmacksverstärkern, wie Salz, Pfeffer, Senf, Zimt und Zucker, die gemahlen oder vorverarbeitet auf die Speisen gestreut werden?

Vergleicht man die beiden Produkte, so werden sofort die Vorteile der ätherischen Öle, die man in der Küche verwenden kann, sehr deutlich.

Die Schadstoffe

Beim Destillieren werden Schadstoffe oder etwaige Radioaktivität im Destillationssud praktische gefangen. Daher sind ätherische Öle immer frei von Schwermetallen und Pestiziden.

Es ist allgemein bekannt, dass Kräuter und Gewürze anbaubedingt durch Schädlingsbekämpfung und Maßnahmen zur längeren Haltbarkeit begast und oft auch gespritzt werden. Dabei gehen auch wertvolle Vitamine verloren. Das ist bei der Herstellung von Bier, Wein und Tee und für viele andere Speisen, ja sogar beim Super Food ebenfalls ein Problem.

Dosis

Ätherische Öle sind sehr sparsam dosierbar, da nur sehr wenige Tropfen verwendet werden müssen.

Die Würzkraft

Ätherische Öle haben ein sehr viel höhere Würzkraft als herkömmliche Streugewürze, da die Intensität der Würzleistung durch die Destillation sehr viel höher ist.

Die Haltbarkeit

Werden ätherische Öle sachgemäß aufbewahrt, verlieren sie, auch über Jahre hinweg, nichts von ihrer Würzkraft. Fertig gemahlene Trockengewürze verlieren dagegen viel Gewürzkraft und können nicht viele Jahre genutzt werden. Cayenne Pfeffer verliert zum Beispiel nach nur 2 Jahren einen Großteil der Würzkraft.

Die Würzqualität

Da die Speisen vom Aroma durchsetzt werden, werden auch die Speisen verdaulicher und aromatischer.

Die Kosten

Bedingt durch minimale Dosierung und viel längere Haltbarkeit sind die Kosten der Speisewürzung um ein Vielfaches geringer.

Fazit Vergleich

Damit steht mit den ätherischen Ölen ein Lebensmittel zur Verfügung, das mit Abstand zu den reinsten und unbelastetsten Nahrungsmitteln gehört, die man z.Zt. überhaupt herstellen kann.

Anwendungen außerhalb der Küche

Wie alle ätherischen Öle ist auch das Pfefferöl ein viel verwendetes Aromaöl für die Gesundheit und den Wellnessbereich. Das Einatmen des Pfefferöls hilft ausgezeichnet gegen bakterielle Infektionen und gegen Viren, also bei Erkältungskrankheiten.

Gleichermaßen hilft es als Massageöl, als Lösung bei Verkrampfung von Muskeln und als Badezusatz, da es eine enorm durchblutungsfördernde Wirkung hat. Bei vielen Aromatherapien wird Pfefferöl als Basisöl, auch für Duftlampen, gern verwendet.

Als Hausmittel bei Zahnschmerzen wirkt Pfefferöl ähnlich wie Nelken (Nelkenöl). Bereits ein zwei Tropfen auf den schmerzenden Zahn getupft, bringen sofort Linderung.

Da das Öl die Sauerstoffversorgung unserer Körperzellen erhöht, wird es auch gern von Leistungssportlern angewandt.

Pfefferöl Inhaltsstoffe

In der Grundsubstanz von Pfeffer befinden sich bis zu 5 % ätherische Öle. Das ist eine Ausnahme; in den meisten Grundsubstanzen, die zur Herstellung für ätherische Öle verwendet werden, befinden sich lediglich 2,5 %.

In ätherischen Ölen befinden sich Pinene, Sesquiterpene, Terpene und Limonen. Auch Flavonoide, etwa 45 bis 55 % Kohlenhydrate und fettes Öl finden wir in diesen Ölen.

Quelle: Genuss-Suche.de

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